Jubiläums-Reportagen – 3. und 4. Klassen
Unsere Projektwoche – Berichte aus den Gruppen
In der Projektwoche haben wir viele verschiedene Gruppen besucht. Manche Gruppen waren im Schulhaus, andere waren unterwegs. Deshalb war es manchmal leicht, Interviews zu führen, und manchmal auch ziemlich kompliziert. Trotzdem haben wir viele spannende Sachen herausgefunden.
Tag 1 – Der Start in die Projektwoche
Am ersten Tag haben wir verschiedene Gruppen besucht und gefragt, womit sie sich beschäftigen.
Die Gruppe „Das Leben vor dem Internet“ beschäftigt sich mit dem Leben vor dem Internet. Der Plan der Gruppe ist es, am Ende der Projektwoche einen Stop-Motion-Film fertiggestellt zu haben. Alle Kinder fühlten sich ab der ersten Minute schon wohl. Wir merkten, dass sich die Kinder als Gemeinschaft gut verstehen. Die Kinder hoffen, dass es Spaß machen wird und dass der Stop-Motion-Film fertig wird.

Auch die Gruppe „Schule vor 150 Jahren“ hat gestartet. Die Kinder beschäftigen sich mit dem Lernen und Leben der Kinder vor 150 Jahren. Sie lernen, wie Kinder damals gelebt und geschrieben haben. Außerdem wollen sie altdeutsche Schrift lernen. Den Kindern ist wichtig, ein schönes Theaterstück auf die Beine zu stellen und am Ende aufzuführen. Die Gruppe macht gut mit, und der Anfang lief gut. Die Erwartungen sind hoch, und sie freuen sich darauf, viel miteinander zu machen.
Die Gruppe „Schule und Kindheit im Wandel der Zeit“ beschäftigt sich damit, wie sich Schule und Kindheit in 150 Jahren verändert haben. Die Kinder fühlten sich am Anfang unterschiedlich wohl. Manche waren glücklich, weil sie mit ihren Freunden in einer Gruppe sind. Andere freuten sich nicht so sehr, weil es nicht ihr erster Wunsch war. Die Lehrerinnen waren sich aber sicher, dass sich das in den nächsten Tagen ändern wird.
Bei der Gruppe „Schule in der Zukunft“ ging es darum, wie Schule in der Zukunft aussehen könnte. Die Kinder wollten ein Klassenzimmer und einen Schulhof der Zukunft gestalten. Außerdem soll eine Zeitkapsel entstehen. Die Gruppe war sehr spontan, hatte noch keine festen Erwartungen, aber die Kinder fühlten sich wohl.
Die Gruppe „Creative Crew“ konnten wir am ersten Tag leider nicht antreffen. Wir waren gespannt, was sie am nächsten Tag machen würden.
Tag 2 – Viele Gruppen legen richtig los
Am zweiten Tag konnten wir mehr beobachten und einige Gruppen genauer kennenlernen.
Die Kinder aus der Gruppe „Das Leben vor dem Internet“ waren mit ihrer Lehrerin und ihrem Lehrer im Museum für Kommunikation. Dort machten sie eine Roboter-Rallye. Sie mussten Buchstaben finden, um in die Schatzkammer zu gelangen, wo der Roboter MR4 steht. Das klang sehr spannend, weil sie dort nicht nur etwas angeschaut haben, sondern selbst Aufgaben lösen mussten.
Bei „Schule vor 150 Jahren“ gab es eine Kostümprobe für das Theaterstück. Als alle ihre Kostüme anhatten, haben wir einen Hauch Vergangenheit gespürt, und sie sahen alle toll aus. Danach setzten sich alle Kinder hin und machten eine Generalprobe. Die Lehrer gaben noch ein paar Tipps, und als Gruppe machten sie den Feinschliff. Dann ging es los. Die Kinder waren sehr vertieft in ihre Rollen. Manchmal gab es kleine Aussetzer, aber das ist völlig normal. Wir haben uns tatsächlich gefühlt, als wären wir mitten in einer Unterrichtsstunde vor 150 Jahren. Wenn das den Schauspielern gelingt, dann ist es ein gelungenes Theaterstück.
Die Gruppe „Schule und Kindheit im Wandel der Zeit“ beschäftigte sich am zweiten Tag mit den Kinderrechten. Die Kinder schauten einen Film über die Rechte für Kinder und Jugendliche. Danach besprachen sie die Kinderrechte, die sie neu kennengelernt hatten, als Gemeinschaft. Außerdem puzzelten sie gemeinsam ein Puzzle. Das Puzzle bestand aus Bildern und aufgeschriebenen Kinderrechten. Die Kinder ordneten die Gesetze den Bildern zu. Eine Sache hatte sich tatsächlich verändert: Die Kinder fühlten sich schon viel wohler als am Tag zuvor.
Bei „Schule in der Zukunft“ bastelten die Kinder in Teams aus alten Kartons ein Klassenzimmer der Zukunft. Sie benutzten dafür auch alte Materialien. Aufgefallen ist uns, dass die Gruppen zusammen jede Menge Spaß hatten. Die Gruppe hatte viele kreative Ideen und probierte, sie so gut es geht umzusetzen.
Die Creative Crew bastelte am zweiten Tag die Schuldeko für die 150-Jahr-Feier. „Creative Crew“ heißt auf Deutsch ungefähr „kreative Mannschaft“. Die Schülerinnen und Schüler berichteten uns von toller Deko, zum Beispiel Bannern, Girlanden, Blumen und anderen Sachen für die Feier. Beim Basteln hörten sie ein Hörspiel. Der Gruppe war außerdem wichtig, dass die Zeit als Gruppe schön wird. Die Kinder fühlten sich wohl, und es herrschte eine ruhige Atmosphäre.
Auch die Murmel-Manufaktur war aktiv. Die Gruppe beschäftigte sich damit, was Kinder früher gespielt haben, und stellte Murmeln her. Außerdem spielten sie Spiele, die früher gespielt wurden. Dabei hatten sie viel Spaß. Sie spielten zum Beispiel Gummitwist und Murmelspiele. Ihre Erwartungen waren in Grenzen, aber sie fühlten sich in der Gruppe wohl.
Tag 3 – Es wird weitergearbeitet und vieles wird konkreter
Am dritten Tag konnte man bei vielen Gruppen sehen, dass aus den ersten Ideen langsam richtige Ergebnisse wurden.
Bei „Das Leben vor dem Internet“ machten die Kinder Stationsarbeit und lernten alte Geräte kennen, zum Beispiel eine Schreibmaschine und ein Dosentelefon. Den Kindern machte es Spaß. Ihnen half besonders, dass sie mit ihren Freunden in der Gruppe waren.
Bei „Schule vor 150 Jahren“ erfuhren wir, dass es zwei Gruppen gibt. Die erste Gruppe hatte am Montag und Dienstag geprobt. Die zweite Gruppe arbeitete am Mittwoch und Donnerstag an demselben Theaterstück. Aber natürlich wird das Theaterstück der zweiten Gruppe nicht ganz genau wie das der ersten Gruppe, weil die Kinder auch eigene Ideen haben. Die zweite Gruppe recherchierte außerdem zu Themen, die damit zu tun haben, wie Kinder früher zur Schule gegangen sind und gelebt haben.
Die Gruppe „Schule und Kindheit im Wandel der Zeit“ fuhr am dritten Tag ins Stadtmuseum. Dort schaute sie sich eine Ausstellung zum Thema alte Schule an. Das passte sehr gut zu ihrem Thema, weil sie untersuchen, wie sich Schule und Kindheit verändert haben.
Bei „Schule in der Zukunft“ arbeiteten die Kinder weiter an ihren Klassenzimmern der Zukunft. Alle waren auf der Zielgeraden und wollten fertig werden. Wenn sie fertig sind, machen sie die Zeitkapsel. Das Ziel der Kinder ist, dass die Zeitkapsel in 150 Jahren gefunden und geöffnet wird.
Die Creative Crew war am dritten Tag schon fertig mit Bannern, Girlanden, Blumen und anderen Dekosachen. Danach bastelten sie fleißig an den Schildern für die Marktstände. Das machte ihnen viel Spaß.
In der Murmel-Manufaktur fertigten die Kinder Säcke für ihre Murmeln an. Die Murmeln hatten sie aus Fimo-Knete gemacht, indem sie die Knete geformt und gebrannt hatten. Viele Kinder waren mit ihren Freunden in der Gruppe. Das half ihnen, sich wohlzufühlen.
Tag 4 – Die Ergebnisse werden sichtbar
Am vierten Tag waren viele Gruppen schon mitten im Fertigstellen.
Bei „Schule vor 150 Jahren“ hatte die zweite Gruppe heute ihre Rollenverteilung. Am Anfang war es, was ganz normal ist, noch etwas durcheinander. Doch wir fanden, dass die Gruppe es dafür, dass sie noch am Anfang stand, sehr gut gemacht hat. Außerdem hatte die Gruppe noch viele gute Vorschläge für ihr Theaterstück.
Bei „Schule in der Zukunft“ arbeiteten die Kinder ruhig an ihren Zeitkapseln. Sie hatten Fragebögen, die sie in die Zeitkapsel hineinlegen wollten. In den Fragebögen standen Fragen, wie es den Kindern gerade in der Schule geht. Außerdem sollten sie ein Bild von ihrem Klassenraum malen. Der Plan der Kinder war, dass in 150 Jahren jemand die Zeitkapsel öffnet. Sie wollen die Zeitkapsel auf dem Pausenhof unserer Schule vergraben. Wir wünschen ihnen viel Glück dabei und hoffen, dass die Kapsel in 150 Jahren geöffnet wird.
Auch bei der Creative Crew wurden die Ergebnisse immer sichtbarer. Die Deko für die 150-Jahr-Feier war fast fertig. Man konnte gut erkennen, wie viel die Kinder gebastelt hatten und dass die Schule dadurch festlicher aussehen wird.
Insgesamt haben wir gesehen, dass die Projektwoche sehr unterschiedlich war. Manche Gruppen spielten alte Spiele, andere bauten etwas für die Zukunft, manche beschäftigten sich mit Schule früher, und andere machten Dekoration oder Filme. Nicht immer konnten wir alle Gruppen so interviewen, wie wir es geplant hatten. Aber genau das gehört auch zur Reporterarbeit dazu: Man muss beobachten, nachfragen und manchmal aus dem, was man herausfinden konnte, trotzdem einen guten Bericht machen.



